Happy welcome dear friends - Maher

So nach einer langen Reise durch die Bürokratie Indiens, durften meine Mitfreiwilligen und ich endlich Maher und Sister Lucy, die Gründerin und Direktorin von der NGO, kennenlernen. Das ganze letzte Wochenende waren wir in Vadhu Budruk(ein kleines Dorf von Pune), wo der Hauptsitz von Maher ist.

1. Tag

Vom „Maheroffice“ in Pune starteten wir Richtung Vadhu. Unser Begleiter Mangesh, ein junger Mann der bei Maher aufgewachsen ist, zeigte uns zunächst die Häuser in Pune, in denen wir arbeiten werden. Auf dem Weg nach Vadhu, schon ziemlich weit von der Innenstadt entfernt, machten wir halt an einen Slum. Mangesh erzählte uns, dass dies einer der Slums sei die Maher unterstütze. Maher versorgt die Leute dort mit Essen und Kleidung. Auch versuchen sie die Menschen von dort zu überzeugen arbeiten zu gehen, ihre Kinder in die Schule zu schicken und machen ihnen klar, wie wichtig die Bildung für die Kinder sei. Mangesh hat uns auch erzählt, dass sie versucht haben die Kinder in die Schule zu schicken, viele aber nach und nach nicht mehr gegangen sind. Deshalb hat Maher in diesem Slum, eine kleine Unterkunft errichtet, in der die Kinder von einer Lehrerin unterrichtet werden können. Dies klappt um einiges besser, aber viele Kinder gehen trotzdem nicht hin. Einige der Bewohner des Slums gehen auch arbeiten, aber viele von ihnen würden laut Mangesh ihr Geld für Drogen oder einen Fernseher ausgeben. Auch meinte er, dass die Leute trotz all der Umstände dort aber sehr glücklich seien und einige auch mehr Geld haben, aber nicht von dem Ort wegziehen wollen. Danach machten wir uns weiter auf dem Weg nach Vadhu. In Vadhu angekommen, begrüßte und Sister Lucy ganz herzlich, die allerdings nichts so viel Zeit für uns hatte, da sie immer sehr viel um die Ohren hat. Nach dem wir unser Gepäck auf unser Zimmer gebracht hatten, zeigte uns Mangesh den Arbeitsplatzt der „Maherfrauen“. Die Frauen stellen wunderschöne Dinge her: Kerzen, Taschen, Geschenktüten und anderen Kleinigkeiten. Meine Mitfreiwillige und ich haben da direkt zugeschlagen. Mit der Arbeit ermöglicht Maher den Frauen Geld zu verdienen und somit auf eigenen Füßen zu stehen. Für die Kinder in Maher wird ein breites Freizeitangebot gestellt. Mangesh veranstaltet zum Beispiel Tanzkurse. Des Weiteren gibt es Computerkurse und Taekwondo –Stunden. Am Abend gab es eine Überraschung für uns. Alle Maher Kinder hatten sich in dem Frauenhaus versammelt und sangen und beteten für uns. Es war einfach überwältigend! Noch nie wurde ich so herzlich und dankbar von Menschen empfangen, die mich so gut wie gar nicht kennen. Es war wirklich ein mega schönes Gefühl und ich war total gerührt von solch einer Herzlichkeit.

 

2. Tag

Am zweiten Tag, sind wir nach Shiru (auch ein Dorf in Pune) gefahren. Dort besuchten wir einige Kinderhäuser von Maher, in denen wir wieder total liebevoll mit Gesängen und Gebeten empfangen wurden. Und indischer Chai wurde uns natürlich wieder in jedem Haus angeboten. An diesem Tag habe ich glaube ich 6 mal Chai getrunken und jeder hat anders geschmeckt. Ich liebe indischen Chai, aber ich muss gestehen, dass das echt etwas zu viel für mich war. Aufjedenfall waren die Hausbesuche total schön! Was allerdings sehr schwierig für mich war, war der Besuch des Slums in Shiru. Dieser Slum war total anders im Vergleich zu dem Slum in dem wir als erstes gewesen sind. Die Menschen dort leben in wirklich sehr unhygienischen Verhältnissen und die Kinder sind dort fast alle nackt herum gelaufen. Mangesh erzählte uns, das dieser Slum nur aus Bettlern bestehe und es total schwierig sei mit den Menschen zu arbeiten. Auch hat er gesagt, dass Maher sehr viele Kinder aus diesem Slum herausgeholt hat und die Menschen dort mit Essen und Kleidung versorgt. Zusätzlich bauen sie dort ein kleines Häuschen hin, indem sie dann die Kinder des Slums unterrichten können. Auf jeden Fall habe ich mich dort sehr schlecht gefühlt, einfach diesen Slum zu betreten und das Zuhause dieser Menschen zu begutachten. Ich habe so ein tolles Leben und diese Menschen dort, haben kaum eine Aussicht auf Zukunft. Um uns wieder etwas aufzumuntern, hat uns Mangesh dann zu einem Tempel gebracht. Es war ein wunderschöner Ort total ruhig und friedlich.

 

3. Tag

Den ganzen Vormittag unseres Samstag hatten wir ein bisschen Zeit für uns. Ich spielte ein bisschen mit den Kindern, welches sich als sehr lustig gestaltete, da viele Kinder in Vadhu, zumindest die Kleinen, kein Englisch sprechen können. Die Kinder versuchten mir ein Versteckspiel beizubringen, bis ich das aber verstanden hatte, war schon fast wieder Zeit fürs Mittagessen. Nach dem wir uns mal wieder ordentlich den Magen vollgehauen hatten, fuhren wir wieder ein paar Einrichtungen von Maher besichtigen. Diesmal war unteranderem ein Haus für geistig behinderte Menschen,  Frauen mit psychischen Problemen und für ältere Menschen, dabei. Das Haus ist in Vatsalyadhan und ist eines der ältesten und größten Häuser von Maher. Auch bauen sie dort selbst Gemüse an, welches dann alle Einrichtungen von Maher zum Essen nutzen.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass es ein wunderschönes, interessantes, ergreifendes und auch trauriges Wochenende war. Vor allem habe ich die Kinder dort ins Herz geschlossen, sie schenken einem so viel Liebe und Lebensfreunde. Da ich Maher nun jetzt besser kennengelernt habe und weiß was sie alles leisten, wird meine Arbeit in meinem aus Haus, dem Premsagar Haus, beginnen. Ich kann es wirklich kaum noch abwarten all die Kinder dort kennenzulernen. Ich werde euch natürlich dann sobald ich mich dort ein bisschen eingelebt habe davon berichten. Übernächstes Wochenende werde ich dann auch wieder in Vadhu sein, denn dort wird eine riesen Partysause für Sister Lucy steigen, sie wird nämlich 60. Davon werde ich euch dann natürlich auch wieder berichten. Macht’s gut! J

 


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