One way to Bombay

Hallihallo,

wie ich euch ja erzählt habe, hatten die Maherkinder Diwaliferien. Deshalb haben Anna-Lena und ich uns spontan dazu entschieden, einen 3 Tage Trip nach Mumbai zu machen. Am Montag haben wir uns dann also los zum Pune Bahnhof gemacht und uns ein Zugticket gekauft. Wir haben uns ein „general Ticket“ gekauft, bedeutet, dass wir mit der einfachsten Klasse gefahren sind. Das Ticket hat umgerechnet nur einen Euro gekostet, echt heftig! Naja als wir dann nach ein paar Minuten und mit Hilfe von einem sehr netten indischen Paar unser Gleis gefunden hatten, sagte uns eine junge Frau, dass wir sehr schnell sein müssen wenn wir in den Zug einsteigen. Ich habe mir dabei gedacht: „ Ja klar müssen wir schnell sein, damit wir noch einen guten Platz bekommen“, aber wie schnell wir wirklich sein mussten, wurde uns dann erst im Nachhinein bewusst, als es schon zu spät war. Als der Zug eintraf, rannten plötzlich alle Frauen wie wild los und es war so schwierig in den Zug hinein zu gelangen. Anna- Lena und ich haben dann zum Glück trotzdem einen Stehplatz an der offenen Tür bekommen. Der Wagon war einfach wirklich so vollgestopft, das kann man sich echt nicht vorstellen wenn man das noch nicht erlebt hat. Nirgendwo gab es mehr einen freien Platz, man konnte sich so gut wie gar nicht mehr bewegen. Anna- Lena und ich haben es eigentlich ziemlich mit Humor genommen, und uns echt gewundert wie viele Menschen in einen so kleinen Raum passen! Ach genau das muss ich auch noch erwähnen. Das Frauenabteil war einfach nur halb so groß wie ein normaler Wagon, deshalb konnten auch viele Frauen nicht mitfahren und mussten auf den nächsten Zug warten.

Nach einer Weile Zugfahrt wurde es für mich schon wirklich anstrengend immer in derselben Position zu verharren. Zum Glück leerte sich der Zug nach gut 1 ½ Stunden und wir konnten uns auf den Boden setzen und den Fahrtwind genießen. Ich muss wirklich sagen, dass die Zugfahrt schon eine echt coole Erfahrung war und man es gemacht haben muss, aber für eine lange Strecke ist es meiner Meinung nach echt nicht zu empfehlen. Für eine kürzere Strecke würde ich es auf jeden Fall wieder tun.

Als wir dann nach 3 ½ Stunden in Mumbai angekommen waren, mussten wir uns dann erstmal ein Taxi zum Hotel suchen. Da die Taxifahrer vor dem Bahnhof alle zu viel Geld für die Fahrt zu unseren Hotel verlangt haben und niemand das Taximeter anschalten wollten, haben wir eine kurze Zeit gebraucht ein Taxi zu finden. Als wir dann aber etwas weiterweg vom Bahnhof gelaufen sind, haben wir ziemlich schnell einen netten Taxifahrer gefunden, welcher ohne Diskussion direkt das Taximeter angeschaltet hat.

Nach dem wir uns dann in unserem Hotel etwas ausgeruht hatten, haben wir uns auf den Weg zum Street Market in Colaba (dem Stadtteil von Mumbai in dem unser Hotel war) gemacht. Ich sag euch, der Street Market war wirklich ein „Shoppingparadise“! Eine lange Straße voller Straßenstände mit Schmuck, Klamotten, Taschen, Obst und anderen Kleinigkeiten.

Nach dem anstrengenden Tag haben wir uns ein super leckeres Essen, jedoch nur eine Vorspeise gegönnt, da das Restaurant für indische Verhältnisse sehr teuer war. Die Location war aber absolut der Hammer. Das Restraut Koyla befindet sich ganz oben auf einer Dachterrasse eines Hochhauses. Der Ausblick war wirklich traumhaft und das Essen war auch super lecker. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt ein bisschen mehr Geld dafür auszugeben. Generell muss ich sagen, dass das Essen gehen in Mumbai um einiges teurer ist als in Pune. Vor allem muss man dort so gut wie in jeden Restaurant zusätzlich Service Steuern bezahlen.

In den weiteren Tagen haben wir Ausflüge zum Crawford Market, zum Marine Drive, zur Elephant Island und natürlich zum Gateway of India gemacht.

Auf der Elephant Island sind wir einigen Affen begegnet, die wirklich süß waren sich aber gegen Ende hin als ziemlich frech raustellten, da sie die ganze Zeit unser Essen klauen wollten. Ein Affe hat mir dann sogar auch meine Wasserflasche gestohlen, das war ziemlich witzig, da er dann auch aus ihr getrunken hat. Auf der Insel sind auch sehr viele Kühe frei herumgelaufen, die ich anfangs auch ziemlich süß fand, nach dem mir aber eine Kuh hinterher gerannt ist und mir meinen Maiskolben klauen wollte, fand ich sie allerdings nicht mehr ganz so süß, sondern sogar eher etwas angsteinflößend mit ihren Hörnern haha. Ich finde Elephant Island ist wirklich eine sehr schöne Insel, aber leider schon viel zu sehr touristisch geprägt. Der Ausflug hat sich aber trotzdem gelohnt und war zum Trubel in der Stadt eine schöne Abwechslung.

Noch kurz ein paar Worte zu Mumbai oder beziehungsweise zu dem Stadtteil in Mumbai, in dem wir uns aufgehalten haben. In Mumbai war für mich noch einiges mehr los als in Pune. Auch den Verkehr empfand ich dort als chaotischer. Was mir sehr gut gefallen hat war die Vielfalt an Essensmöglichkeiten. Auch hat mir die Architektur der Gebäude sehr gut gefallen, in unserem Viertel gab es sehr viele Altbauten.

Ich habe den 3 Tage Trip nach Mumbai wirklich sehr genossen und bin mir sicher dass ich Mumbai nochmal besuchen werden.

Bis zum nächsten Eintrag :)


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