die Südenreise

 

Hallo ihr Lieben, am 02.01.2016 habe ich mich mit meinen Freuden auf den Weg in den schönen und warmen Süden Indiens begeben. Unsere Reise dauerte 2 Wochen lang und wir haben nur die Hin- und Rückfahrt gebucht. Die restlichen Weiterfahrten, haben wir dann spontan vor Ort geplant. Rumgereist sind wir mit Zug und Bus, aber dazu erzähle ich euch später mehr. Hier nun erstmal ein Bild für euch von unserer Reiseroute :

Das Bild habe ich aus Justus seinem Blog geklaut :)
Das Bild habe ich aus Justus seinem Blog geklaut :)

Eine Zugfahrt die ist lustig eine Zugfahrt die ist schön....

 

Um 1 Uhr nachts sind wir von Pune aus mit dem Zug in Richtung Pondicherry, unser erstes Reiseziel, gestartet. Justus und ich hatten vor der Abreise einige Horrorgeschichten über das Zugfahren in Indien, in der „general sleeperclass“ gehört. Angeblich seien die Züge total dreckig und voller Krabbeltiere. So hatte ich anfangs vor unserer Abreise ein etwas mulmiges Gefühl gehabt. Als wir dann aber in den Zug eingestiegen sind, wurde ich total vom Gegenteil überzeugt. Kein Dreck und keine Tiere weit und breit! Die Züge waren Innen zwar etwas staubig, aber das würde ich jetzt meines Erachtens nicht wirklich als dreckig bezeichnen. Schlafen konnte ich die erste Nacht aber trotzdem nicht so gut, da ich direkt am Gang, in Fahrtrichtung geschlafen habe und die Schaffner, die genau unter mir saßen, bei jedem Stopp aufgestanden sind, dann im Prinzip genau vor meinem Gesicht gestanden haben und mich dann auch öfters mal mit der Taschenlampe angestrahlt haben. Des Weiteren sind bei den Haltestellen auch immer Verkäufer eingestiegen, die dann mitten in der Nacht in den Zug geschrien haben „Chaaaaaaaaaaai garam garam Chaaaaaai“( heißer Tee), oder Ähnliches. Es war zwar etwas nervig, aber wiederum auch sehr amüsant, da die Verkäufer immer beim Rufen ihre Stimmen verstellt haben und sich dadurch angehört haben wie Kermit der Frosch. Auf der Rückfahrt konnte ich um einiges besser schlafen, da ich diesmal nicht direkt am Gang schlafen musste. Im Großen und Ganzen, war die Zugfahrt eine sehr coole Erfahrungen und für mich ein Muss, wenn man Indien besucht.

 

Hier ein paar Bilder für euch aus dem Zug:


pondicherry

 

Nach 34 Stunden Zugfahrt sind wir dann endlich in Pondicherry angekommen. Pondicherry ist eine sehr schöne, moderne, französisch angehauchte, indische Stadt am Meer. Dort haben wir uns direkt nach der anstrengenden Zugfahrt ein leckeres Frühstück, in einem französischen Restaurant gegönnt. Des Weiteren haben wir dort einen sehr schönen Tempel besichtigt und den botanischen Garten besucht. Sonst haben wir es „Sightseeing -mäßig“ eher ruhiger angehen lassen. In Pondicherry haben wir uns 2 Tage aufgehalten.


Auroville

 

Von Podicherry aus haben wir einen Abstecher nach Auroville, eine geplante internationale Stadt (https://de.wikipedia.org/wiki/Auroville), welche nicht weit von Pondi entfernt liegt, gemacht. Dort haben wir eine tolle und billige Unterkunft direkt am Strand gefunden. Wir haben uns dann für einen Tag Roller gemietet und sind durch das Aurovillegelände gedüst. Auch haben wir dort Weltwärts– Freiwillige auf einer ökologischen Farm besucht. Frederic, einer von den Freiwilligen, hat uns dann ein bisschen auf seiner Farm herumgeführt.

 Die Charta Aurovilles

 

  1. „Auroville gehört niemandem im besonderen. Auroville gehört der ganzen Menschheit. Aber um in Auroville zu leben, muss man bereit sein, dem Göttlichen Bewusstsein zu dienen.
  2. Auroville wird der Ort des lebenslangen Lernens, ständigen Fortschritts und einer Jugend sein, die niemals altert.
  3. Auroville möchte die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft sein. Durch Nutzung aller äußeren und inneren Entdeckungen wird Auroville zukünftigen Verwirklichungen kühn entgegenschreiten.
  4. Auroville wird der Platz materieller und spiritueller Forschung für eine lebendige Verkörperung einer wirklichen menschlichen Einheit sein

(https://de.wikipedia.org/wiki/Auroville#Die_Charta_Aurovilles)

 


Madurai

 

Unser nächstes Reiseziel war Madurai. Madurai war im Gegensatz zu Pondicherry für mich eine sehr indische traditionelle Stadt. Die Hauptattraktion war dort der Meenakshi Amman Tempel, welcher wirklich wunderschön aussah. Auch haben wir in dieser Stadt ein Gandhi - Museum besucht und ein sehr leckeres südindisches Meal auf einem Bananenblatt gegessen. In Madurai haben wir uns nur einen Tag aufgehalten, da es sonst nicht mehr viel zu sehen gab.

kanyakumari

 

Weiter gings nach Kanyakumari, eine Stadt an der Südspitze Indiens und direkt am Meer. Kanyakumari war für mich mit einer der schönsten Städte die wir auf unsere Reise besucht haben. Dort gab es sehr süße, kleine bunte Häuser und viele Kirchen, da in dieser Stadt sehr viele Christen leben. In Kanyakumari haben wir uns 2 Tage aufgehalten. Den ersten Tag haben wir sehr ruhig angehen lassen und am zweiten Tag haben wir einen Ausflug mit der Fähre zum Vivekananda– Denkmal gemacht, welches für den Hindu- Philosophen Vivekananda als Gedenkstätte erbaut wurde.

 


Kovalam

 

Vor unserer Weiterreisen nach Allapuzha, haben wir einen kleinen Zwischenstopp in Kovalam gemacht. Dort gab es einen wunderschönen Badestrand, an dem wir uns dann ein Frühstück in einem Restaurant direkt am Meer gegönnt haben. Von dort aus sind wir dann mit dem öffentlichen Bus weitere 5 Stunden nach Allapuzha gefahren.

 


Allapuzha

 

Nach 5 Stunden Fahrt waren wir endlich um 8 Uhr abends in Allapuzha angekommen. Natürlich mussten wir uns wieder mal auf Hotelsuche begeben, worauf wir nach der anstrengenden Fahrt echt keine Lust mehr hatten. Zu unserem Glück kam ein etwas älterer Mann zu uns, der uns Hütten direkt an den Backwaters anbot. Die Hütten waren ziemlich billig und wir alle wussten, dass es ziemlich naiv wäre mit irgendeinem fremden Mann, in irgendeiner fremden Stadt mitzugehen. Da wir aber alle fix und fertig waren, haben wir uns gedacht: „scheiß drauf, wir tun's jetzt einfach!“ Tatsächlich hatte uns der Mann nicht zu viel versprochen. Seine Hütten waren direkt an den Backwaters. Der Mann, namens Dill, hat uns dann sogar noch etwas zu Essen besorgt. Als Dill uns danach die Schlüssel für die Hütten gegeben hat, kamen wir uns allerdings etwas verarscht vor, da wenn man die Tür abgeschlossen hatte, man die Tür trotzdem noch öffnen konnte. Auch die Fenster konnte man nicht wirklich schließen. Wir nahmen es aber alle ziemlich mit HumorJ .Am nächsten Tag haben wir mit einem kleinen Boot eine Fahrt durch die Backwaters gemacht, es war wirklich atemberaubend schön!

 


Kumily

 

Zwei Tage später machten wir uns auf den Weg zu unserem vorletzten Reiseziel Kumily. Dill, der Hüttenbesitzer in Allapuzha, hat uns an einen Freund von ihm weitervermittelt, der in Kumily ein Hotel besitzt. Als wir dann also nach 6 Stunden Fahrt in Kumily ankamen, wartete schon der Hotelbesitzer an der Bushaltestelle auf uns, der uns dann zu seinem Hotel brachte. Sein Haus war total schön, bunt angemalt und oben gab es eine riesen Dachterrasse mit Hängematten, die wir mitbenutzen durften. 

 

Am nächsten Tag machten wir mit einem Jeep eine Tour durch die Berge Kumily’s. Wir besuchten Teeplantagen, eine Teefabrik, Elefanten, einen Wasserfall sowie einige Aussichtspunkte. Kumily ist wirklich wunderschön und eins meiner Favoriten von unseren Reiseorten.

 


Kochi

 

Unsere letzte Station war Kochi, eine Hafenstadt am Meer. Leider kann ich darüber nicht allzu viel berichten, da ich den letzten Tag schlapp gemacht habe und mit einer Magenverstimmung im Hotelzimmer liegen musste. Hier trotzdem aber ein paar Bilder von den anderen für euch J


Sooo ihr Lieben, ich hoffe mein Blogeintrag hat euch gefallen :) Falls ihr irgendwelche Wünsche an Inhalten habt die ich in meinem Blog thematisieren soll, so lasst mich das gerne wissen.

 

Bis bald:)

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